Ausgewählte Zyklen und Vorträge aus dem Gesamtwerk Rudolf Steiners

 

Rudolf Steiner (1861-1925):

GA 98 Natur- und Geisteswissenschaften in unserer sichtbaren Welt

15. Vortrag München, 17. März 1908

Erden- und Menschenentwicklung

Als ich das letzte Mal zu Ihnen sprechen durfte, wandten wir den Blick hinauf zum Himmel, zu den Planeten, die einen gewissen Bezug haben zu unserer menschlichen Organisation, zu unserem unmittelbaren Leben. Heute wollen wir uns einmal die Entwickelung unseres Planetensystems, insofern es mit dem Menschen im Zusammenhang ist, näher ansehen. Sie wissen, daß wir im Grunde genommen alle Entwickelung im Kosmos immer vom Gesichtspunkt der Menschheitsentwickelung aus betrachten. Wenn wir den Blick noch so weit zurückschweifen lassen, so tun wir dies immer mit der Absicht, das Wesen des Menschen genau zu verstehen.

Wir sind dabei genötigt, die Entwickelungsgeschichte unserer eigenen Wesenheit von den verschiedensten Seiten aus zu betrachten. Denn, Sie können sich vorstellen, daß frühere Zustände unserer Erde und anderer Himmelskörper nicht weniger kompliziert waren als unsere heutigen Verhältnisse. Und man kann nicht mit ein paar Vorstellungen die Entwickelung unseres Systems begreifen, man kann sich dieser Entwickelung nur von verschiedenen Ausgangspunkten nähern.

Es kann einem vorkommen, als ob zwischen den einzelnen Bildern, die entworfen werden, Widersprüche beständen. Der okkulte Tatbestand wird aber nur von verschiedenen Gesichtspunkten aus geschildert, wie wenn man einen Baum von verschiedenen Seiten aus malen würde. Da würde man hundert Bilder von demselben Baum machen können und man hätte doch immer denselben Baum gemalt, aber die Bilder sind doch verschieden. So muß man, wenn man einen umfassenden Begriff erhalten will, von verschiedenen Ausgangspunkten aus schildern. Und wenn man dann viele Charak­teristiken gewonnen hat, werden sich diese zusammenfügen wie verschiedene Aufnahmen von verschiedenen räumlichen Stand-punkten aus.

Heute soll die Erdenentwickelung geschildert werden, wie sie sich dem geistigen Auge darstellt.

Wir wissen, daß unserer jetzigen

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Erdenverkörperung drei andere vorangegangen sind: Saturn, Sonne und Mond. Wir wissen auch, wie wir uns den Saturnzustand vorzustellen haben. Wir können uns nicht vorstellen, daß er eine solche materielle Beschaffenheit hatte, wie unsere heutige Materie. Wir unterscheiden an Materien: unsere feste, materielle Erde, das Flüssige, unser Wasser, das Gasförmige, die Luft, und der erste feinere Zustand, die Wärmematerie. Hätte man sich dem alten Saturn genähert, so hätte man das Dasein desselben nur dadurch bemerkt, daß man in einen wärmeren Raum gekommen wäre, wie in einen Backofen. Innerhalb dieser Feuermaterie wurde die erste Anlage des physischen Leibes zustande gebracht. Das war aber nur ein Spiegelbild, das zurückgeworfen wurde in den Weltenraum.

Nach einem Pralaya ging der Saturn über in den Sonnenzustand. Die Materie verdichtet sich und wird gasförmig. Der Menschenleib durchdringt sich mit dem Ätherleib, aber alles ist noch sehr dünne, gasförmige Materie. Und was vorhanden ist vom physischen und Ätherleib, zeigt sich wie eine Fata Morgana, wie eine Luftspiegelung in dieser Sonne.

Wiederum nach einem Pralayazustand geht die Sonne über in den Mondenzustand. Die Materie wird flüssig. Der Mensch durchdringt sich mit dem astralischen Leibe.

Nun haben wir während der Mondenentwickelung ein wesentliches Ereignis zu verzeichnen. Was in dessen Wassermaterie vorhanden war, war eine Mischung der heutigen Sonne, des Mondes und der Erde. Aber es kommt eine Zeit, wo sich eine Art Sonne heraustrennt, mit den feinsten und lebendigsten Materien und den höchsten Wesenheiten. Dasjenige, was heute Mond und Erde sind, blieb zurück als der alte Mond. In dem Augenblick der Trennung verhärteten sich diejenigen Wesenheiten, die zurückgeblieben waren.

Der ganze Mondenball wurde ein halb lebendiger Weltenkörper.

Was heute Felsen sind, war wie das Holz der Bäume. Die ganze Erdmasse war wie Torf oder Spinat. Die Berge waren verholzt. Aus dieser Grundsubstanz wuchsen

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Wesenheiten, die zwischen unserem Pflanzen- und Tierreich waren. Die Mistel hat die Gewohnheit, auf lebendigem Boden zu wachsen, beibehalten. Damals aber hatte sie eine dämmerhafte Empfindung; die hat sie nicht mehr, weil sie verkommen ist. Die dritte Stufe, die Menschentiere, waren die Vorfahren der Menschen. Diese Gestalt des alten Mondes entwickelte sich erst nach der Trennung von der Sonne und umkreiste diese.

Dann fand eine Wiedervereinigung statt und es tauchte, nach einem Pralaya, unsere Erde auf.


Unsere Erde hatte, wiederholend, durchzumachen die früheren Zustände: Saturn-, Sonnen- und Mondenzustand. Dann erst brachte sie ihre eigentliche Erdenform her­aus. Daß sie erst feurige Beschaffenheit hatte, ist etwas, was sich wie eine halbe Suggestion erhalten hat. Die Physiker sagen, daß sich die Erde aus einem feurigen Zustand entwickelt hat. Aber der Feuerzustand war nicht gasförmig, sondern etwas ganz anderes als Gas, wie sie es meinen. Darin bildete sich wieder die erste Anlage zum physischen Leibe.

Was da herauskam, war aber anders als auf dem Saturn. Denn das hatte sich schon herausgereift in früheren Zuständen auf Saturn, Sonne und Mond. Es war jetzt eine kompliziertere Menschenanlage, das Resultat der früheren Zustände, aus fein ätherischem Stoff. Die Erde bestand aus einem Konglomerat solcher Menschenanlagen. Sie sah aus wie eine Brombeere in feinster Wärmematerie. Sie ist nichts anderes als eine Zusammenfügung von Menschenanlagen in Wärmematerie.

Es obliegt mir nun, eine Vorstellung zu geben, wie diese erste Anlage ausgesehen hat. Wir müssen zu Hilfe nehmen, was für spätere Zeiten von dieser ersten Menschenanlage geblieben ist. Es ist eingefaßt von anderen Gliedern der Menschennatur. Es pulsiert heute als Eigenwärme des Blutes in uns. Das ist das Überbleibsel der ersten Menschenanlage. Was sich als Wärmelinien zeigte, hat sich im Laufe der Zeit wieder sehr umgestaltet.

Oben im Kopfe hat das Kind eine weiche Stelle. Das ist die Öffnung, die der Mensch dort in Urzeiten hatte. Dort ging, etwa in der Mitte der Menschheitsentwickelung, eine Art Wärmeorgan heraus, eine Flammenstrahlung, wie Saugarme, wie eine ätherische Laterne - das Zyklopenauge. Es war

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aber kein Auge, sondern ein Wärmeorgan.

Der Mensch brauchte dieses Organ, um sich zu orientieren. Damals lebte er in wärmeren und kälteren flüssigen Elementen. Dieses Organ sagte ihm, welche Umgebung nützlich oder schädlich für ihn sei. Es ist dieses Organ eine Umbildung eines Organs des Feuerzustandes der Erde. Von ihm muß man sich Kraftlinien ausgehend denken nach dem Herzen, eine Verselbständigung, ohne daß die übrigen Glieder bereits vorhanden sind, so daß es aussah wie eine Art Laterne, davon ausge­hende Saugarme, wie Strahlen nach unten, was später Adern werden. Das ist der Wärmemensch. In dieser ersten Zeit der Erdwärme war die Erde noch vereint mit Sonne, Mond und noch anderen Planeten.


Später tritt eine Ver­dichtung ein. Aus dem wärmemateriellen Zustand wurde ein Gaszustand. Diese Entwickelungsstufe hat eine große Bedeutung für den Menschen. Denn die Entwickelung aus Wärme in Luft war so, daß sich Luftlinien rings um die Kraftlinien der Wärmematerie ansetzten. Der Kreislauf im Atmungsprozeß fand damals seine erste Anlage in der Erdenentwickelung.

Nun kommt eine sehr wichtige Tatsache. Immer, wenn sich Wärmematerie in Luftmaterie verdichtet, verdünnt sie sich andererseits zu einem noch feineren Zustand, zu Lichtmaterie. So war es, als sich der Saturn zur Sonne bildete; der Gaszustand war durchdrungen von Licht, leuchtend in den Welten­raum. So war es auch jetzt, als die Erde sich selbst verdichtete zum Luftzustand; sie war ganz durchdrungen von Licht, sie leuchtete in den Weltenraum hinaus. Die Erde ist sozusagen eine Sonne geworden.

Das Licht ist die Veranlassung von etwas anderem; es dringt ein in die dunkle Wärmematerie. Die ersten Menschenanlagen waren nicht leuchtend; man hätte sie höchstens fühlen können durch Wärmedifferenzen. Nun umglimmt und umstrahlt Licht dieses ganze System, diesen warmen Blutstrom. Dieses Licht setzt sich an im Menschenleib; das ist das Nervensystem. Die Kraftlinien, die Strukturlinien des Nervensystems sind formgewordenes Licht. Das Gehirn war herumgelagert als Lichtkraft um die feurige Materie, um die Laterne. Das Nervensystem, das Licht wahrnimmt, war einst selbst Licht. Und die ganze Erde leuchtete hinaus in den Weltenraum.



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Jetzt kam die Zeit, wo die Sonne sich wieder aus der Erde herausschälte. Die feinsten Materien und Wesenheiten bildeten einen selbständigen Weltenkörper, so daß unsere Erde die Sonne umkreiste. Mit dem Heraustreten der feinsten Materien war eine Verdichtung der zurückbleibenden Materie verbunden. Auf der einen Seite tritt heraus der fein leuchtende Sonnenleib, auf der anderen Seite wird die Materie der Erde viel dichter.

Sie kommt in einen wässerigen Zustand, dichter als unser Meerwasser, denn es war in ihr auch alles enthalten, was heute fest ist. Mit dem Flüssigwerden tritt ein neues Element auf. In dem Maße, wie das Wasser auftritt, wirkt aus dem Kosmos und aus der Erde heraus die Sphärenmusik, die Weltentöne. Es ist nicht solche Musik wie heute, die durch die Luft fortgepflanzt wird.

Die Entwickelung der Erde steht nun unter dem Einfluß der Weltenmusik. Die Materien heben sich als einzelne Stoffe aus der undifferenzierten, großen Materie heraus. Es fangen die Erdenstoffe an zu tanzen unter dem Einfluß der Weltenmusik. Das ist die Differenzierung der Stoffe in lauter organische Stoffe, zum Beispiel in Eiweiß. So entstand organische Materie, das Protoplasma, unter dem Einfluß der Weltenmusik, ähnlich wie heute die Chladnischen Klangfiguren.

Diese Stoffe, eiweißartige, leimige Substanz, werden hineingeschoben in die früheren Kraftlinien der Menschenanlage. Die Zellen, die man heute als das erste in der Entwickelungsgeschichte der Organismen ansieht, entstanden viel später. Sie wurden erst geboren von gewissen Wesenheiten. Auch das Atom ist nie das ursprüngliche, ist immer das, was aus dem Ganzen herausfällt. Niemals setzt sich das Ganze aus den Zellen zusammen. Gefördert wurde der ganze Vorgang dadurch, daß der Mond noch in dem Erdenkörper darin war. Die drei Menschenrassen, die diese Zeiten mit durchmachten, sind die polarische, hyperboräische und lemurische Rasse. Da trennte sich der Mond von der Erde.

Während der Mond noch mit der Erde verbunden war, entstand noch etwas anderes. Es ist eine Zeit fortwährender Verdichtung. In der letzten Zeit der Verbindung der Erde mit dem Monde geschieht etwas Besonderes. Das ursprüngliche Feuer war wie die Blutwärme

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lebendiges Feuer. Das äußere Feuer trat am Ende der Mondeszeit hervor.

Was da entstand unter dem Einfluß der physischen Verbren­nung, davon bekommt man am besten eine Vorstellung, wenn man einen physischen verbrennenden Leichnam ansieht. Was da als Asche herausfällt, ist zu vergleichen mit dem Rückstand bei der Erdverbrennung. Das ist ein neuer Einschlag unserer Erdenentwikckelung. So entstand alles Mineralische. Aus den organischen Substanzen fällt heraus das Mineralische, das Aschenhafte, wie eine Verdunkelung, Verdämmerung. Vorher waren nur eiweißartige Substanzen da. Nun treten auf im Eiweiß eingelagert Aschenwolken. Diese Aschenwolken gliedern sich ein in die organischen Substanzen aller Naturreiche, des Pflanzen-, Tier- und Menschenreiches.

Wenn nun die Entwickelung so fortgegangen wäre, so würde alles mumifiziert, starr geworden sein. Wir haben schon erwähnt, welchen Sinn es hatte, daß Sonne und Mond sich trennten. Der Sinn dieser Trennung ist, daß, wenn alle die Kräfte und Wesenheiten verbunden geblieben wären, dann hätte der Mensch nicht die Lebensbedingungen annehmen können, die er heute hat.

Wäre die Sonne mit der Erde verbunden geblieben, so hätte der Mensch zu rasche Lebensbedingungen gehabt. Wenn er geboren wäre, wäre er gleich wieder alt geworden. Nur die hochentwickelten Wesen konnten die vehemente Lebensentwickelung mitmachen. Sie gingen mit der Sonne. Die anderen Wesen mußten sich verhärten. Aber die Verhärtung wäre ganz und gar geworden; da mußte der Mond aus der Erde heraus. So ist der Mensch in der richtigen Mitte gehalten. Die Sonne gibt die Kraft des fortschreitenden, lebendigen Wachstums. Der Mond hemmt diese Entwickelung auf das Maß, das für den Menschen paßt. Der Mensch steht mittendrin zwischen Wesenheiten, die sich viel rascher entwickeln als er, und solchen, die sich viel langsamer entwickeln.

Dem Menschen war die Möglichkeit gegeben, die Gestalt, die er erlangt hatte, umzubilden. Nun war er so vorbereitet, daß der Keim des Ich sich einsenken konnte. Dadurch wurde die Entwickelung des Menschen

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nach der seelisch-geistigen Richtung angefacht. Das war am Ende der lemurischen Zeit. Nun mußte der Mensch auf der Erde dieses sein Ich ausbilden mit Hilfe der anderen Glieder. Diese Entwickelung fällt in die letzte lemurische, die atlantische und in unsere Zeit.


Aber das menschliche Ich kann sich nur langsam in die Hand nehmen. Am Anfang, als die Leiblichkeit mit dem Ich befruchtet wurde, da hätte das Ich seine Entwickelung noch nicht in die Hand nehmen können. Wenn wir diese ganze Entwickelung der Erde verfolgen, so sehen wir die Erde zuerst im Wärmezustand. Da war sie noch nicht getrennt von den anderen Planeten, die in ihr System gehören. Die Physik kennt auch diesen Ausgangspunkt, aber nur in physischer Weise. Sie spricht von einem toten Gasball. Aber, woher dann das Leben kommt, das beantwortet sie nicht. Man veranschaulicht die Entstehung eines Planetensystems mit einem Tropfen Öl auf Wasser; zwischen den Tropfen schiebt man eine Karte, die man mit einer Nadel dreht. Da lösen sich auch kleine Tropfen ab. Die das Experiment machen, vergessen aber, daß sie da stehen und drehen. Wie ohne sie das Experiment zustande kommt, sagen sie nicht. Geistige Wesenheiten waren verknüpft mit diesem gasförmigen Körper, mit der Wärmematerie.

Die Gründe, warum sich die Planeten herausgeballt haben, sind darin zu suchen, daß auf unserer Erde sich nicht nur Menschen entwickelten, sondern auch Wesen, die höher und tiefer stehen als die Menschen. Auf dem alten Saturn waren schon Wesenheiten, die dort ihre Menschheitsstufe durchmachten. Die sind heute weit über die Menschheitsstufe hinausgeschritten. Feuergeister auf der Sonne sind heute um zwei Stufen höher, Mondmenschen um eine Stufe höher als die Menschen. Die Menschen auf dem Saturn waren die Geister der Persönlichkeit, aber damals lebten dort zugleich noch höhere Wesen, die noch früher Menschen gewesen waren. Alle diese Wesen bleiben in Verbindung mit dem Planetensystem.

Die Sonne trennte sich von der Erde, weil mit ihr verbunden waren höhere Wesenheiten, die einen anderen Schauplatz brauchten. Wären sie bei der Erde geblieben, sie wären aufgehalten worden in ihrer Entwickelung. Sie brauchten das rasche Tempo. Nun waren

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nicht nur solche Wesenheiten, die die Sonne brauchten, vorhanden, sondern die verschiedensten Wesen auf den verschiedensten Entwickelungsstufen. Einige drängten für sich den Uranus ab, für gewisse Wesenheiten entstand der Saturn. Ein anderer Schauplatz war der Jupiter geworden. Er entstand, als die Erde schon aufleuchtete. So gliederte sich Schauplatz um Schauplatz ab, nach dem Bedürfnis der geistigen Wesenheiten.

Als die Sonne sich abspaltete, nahm sie gewisse Wesenheiten mit, die mit der Erde nicht hätten verbunden bleiben können, die aber das ganz rasche Tempo der Sonne noch nicht mitmachen konnten. Diese Wesenheiten waren erhabener als die Menschen, aber noch nicht so reif wie die anderen Wesenheiten der Sonne.

Da splitterte die Sonne Planeten für diese Wesen ab: Merkur und Venus, deren Wesenheiten zwischen Erden- und Sonnenwesenheiten standen. Diese Wesenheiten sind es auch, die die Entwickelung des Ich lenkten und leiteten, als das Ich es selbst noch nicht konnte. Das Ich zu entwickeln, ist die Mission der Erdenent­wickelung. Erst wenn das Christentum seine reifsten Früchte zeitigt, erreichen die Menschen ihre Stufe.

Die Venuswesenheiten wirkten durch die astralische oder devachanische Welt, oder verkörperten sich in Menschen und wurden ihre Führer. Auf eine dem Menschen unbewußte Weise legten sie den Keim zur Weiterentwikkelung in die Menschen. Von einem anderen Gesichtspunkte aus heißen sie die luziferischen Wesenheiten.

Die Merkurwesen standen auch in Verbindung mit der Erdenentwickelung. Sie waren die ersten großen Lehrer in den Mysterien. Sie leiteten im Geheimen den Unterricht der ältesten Eingeweihten. Während die Venuswesen eine sehr lange Lebenszeit haben, wissen die Merkurwesen überhaupt nichts von Geburt und Tod, weil sie Buddhi entwickelt haben. Ihr Bewußtsein dauert durch Geburt und Tod voll an.

So haben wir einiges besprochen über das Werden der Erdenentwickelung, den Sinn der Entstehung der Weltenkugel und des Menschen. Das ist ein neues Bild der Evolution. Durch die Beschreibung von verschiedenen Gesichtspunkten aus bekommt man eine wahre Vorstellung von der Realität. In dem Augenblick, wo man dogmatisiert, kann man niemals in den wirklichen Okkultismus

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eindringen. Dann kann man das geistige Leben allmählich in seiner Realität erschauen, wenn man einen Überblick zu gewinnen sucht, wie er zu Anfang geschildert wurde.

Übersicht:

Neptun gehört nicht eigentlich zu unserem Sonnensystem.